Technische Ausstattung
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  Beim Neukauf einer Sailart kann man aus einem umfangreichen Zubehörkatalog auswählen,
  darüber hinaus ist der Hersteller auch für Sonderwünsche offen. Da wir von vornherein das
  Wandersegeln auf Elbe und Binnenseen im Blick hatten, wurde unser Boot auf unseren
  Wunsch hin bereits werftseitig mit folgenden "Extras" ausgeliefert:

  - ein gegenüber dem Standard um 2 qm vergrößertes Großsegel ("Binnen-Groß"),
  - etwas größere,"normale" Rollfock anstelle der standardmäßigen Selbstwendefock,
  - Mastlegevorrichtung (Jütgabel und Maststütze, siehe hierzu Kapitel "Mast legen"),
  - Reffleine und Dirk ebenfalls ins Cockpit umgeleitet (Großfall sowieso),
  - Lazy Jack mit Baumpersenning, dazu Vorsegel-Persenning,
  - Elektroaustattung mit Akku, trittfestem Solarpanel (Solara SM60M), 12V-Steckdose,
  - Tisch (der wahlweise im Cockpit oder in der Kajüte montiert werden kann),
  - Teaktritt am Bugkorb
  - und, naja, auf eine Badeleiter haben wir natürlich auch nicht verzichtet ;-)

  Ein Echolot und ein 5 PS-Motor sind zunächst besonders unserem Heimatrevier, der
  Oberelbe, geschuldet: Während das Echolot aber auch ansonsten im Binnenbereich gute
  Dienste leistet, empfehlen wir auf Revieren ohne starke Strömung eher einen kleineren
  Motor. Die geringere Leistung reicht auf "ruhigen" Wassern allemal auch für Marschfahrt,
  und das geringere Motorgewicht wirkt sich positiv auf den Gewichtstrimm aus.

  Eine ganze Kleinigkeit hatten wir nicht vorweg bedacht: Gleich nach der ersten Segel-
  praxis war der Austausch der Ruderfall-Klemme gegen eine Clamcleat "Auto-Release"
  fällig - für Elbsegler unabdingbar, aber sicher auch auf allen anderen Binnen-Revieren
  sehr zu empfehlen (der Kiel gibt bei Grundberührung sowieso nach).

  Für die nächte Saison überlegen wir außerdem noch den Austausch des Vorsegel-Falls.
  Da wir die Fock "fliegend" fahren, das Rigg also in erster Linie durch das Vorliek der Fock
  und nur im Notfall durch das Vorstag "gespannt" wird, hängt bei Am-Wind-Kursen viel davon
  ab, daß das Fockfall nur minimales Reck hat. Das erscheint uns mit dem mitgelieferten Fall
  noch nicht optimal gelöst - vorstellbar wäre ein Stahlseil mit angespleißtem "weichen" Ende
  (wie bei den "Ixylon"-Jollen) oder die Verwendung von Dyneema-Material. Mal sehen.

           
  Empfehlung: Solarzelle statt zusätzlichem Kajütfenster